Donnerstag, 22. November 2012

Noch ein bisschen Sightseeing

Hallöchen miteinand aus Vancouver,

heute zeige ich euch den wunderschönen Old Buck-Trail, der den Mount Seymour hinaufführt. Diese Wanderung ist nicht mehr so ganz aktuell, wir haben sie im Oktober gemacht, aber jetzt hab ich erst alle Bilder zusammen, übertragen, aussortiert und Zeit ein wenig drüber zu schreiben.

Es war ein schöner Donnerstag morgen, an dem wir aufgebrochen sind. Wir, das sind Björn und Stephan. Auf dem Weg zum Bus haben wir dann noch Anna eingesammelt. Anna und Björn haben sich im Hostel kennengelernt und wir verstanden uns alle auf Anhieb gut. Es ging dann mit dem Bus zum ParkGate Village, der Ausgangspunkt für viele Hikingtrails auf den Mount Seymour sind.

Als wir am ParkGate Village angekommen sind, ging nochmal jeder auf Klöchen.
Und dann ging es auch schon los.

Es war relativ warm an dem Tag, man konnte mit einer leichten Jacke loslaufen. Der Trail begann zaghaft anzusteigen. Es ist ein wunderschöner Wald, durch den man hiken, biken und reiten kann. Teilweise wurde der Aufstieg relativ steil, der Untergrund wurde steinig und rutschte weg. Aber mit meiner mittelmäßigen Fitness hab ich den Weg trotzdem gut gemeistert. Die Stimmung war sehr gut, wir haben ein bisschen geredet, ein bisschen gepustet, viel gelacht und gestaunt.
Ein paar Impressionen:
 Auf dem Weg nach oben sind uns zwei ältere Pärchen entgegengekommen, die gefragt haben, ob sie nicht ein Bild von uns machen sollen. Dabei haben Sie uns noch ein wenig von dem folgenden Weg erzählt und gefragt wie es uns geht. Die Frau nimmt also den Fotoapparat unserers Kollegen Stephan und macht ein paar Bilder. Dann fällt ihr auf, dass ihr Begleiter ja im Hintergund steht und auf den Bildern ist. Sie macht ihn darauf aufmerksam und fordert ihn auf da weg zugehen, schiesst aber fleißig weiter Bilder, dabei kam diese Aufnahme heraus:



 

 Es ist wirklich ein wunderschöner Weg, den man unbedingt mal gegangen sein sollte, wenn man in Vancouver länger bleibt. Nach ca 2-3 Stunden wandern sind wir dann an einen Aussichtspunkt gekommen, direkt an der Strasse, wo wir den Blick über Vancouver genossen und uns gestärkt haben. Das war bei mir auch bitter nötig, ich hatte echt Hunger. Auf dem Parkplatz ist uns dann ein kleiner Zwerg begegnet.





 Der Aussichtspunkt





Die Aussicht
Nach der Pause sind wir weiter gestiefelt, frisch gestärkt, auf zum Lake Goldie. Der erste Schnee lag auf dem Boden, erst ganz vereinzelt, dann immer mehr. Der Weg wurde etwas schwieriger. Durch kleine Rinsale von Schmelzwasser mussten wir stiefeln, unter abgebrochenen Bäumen hindurch, über kleine Schneehügel und dem fallenden Schnee von den Bäumen mussten wir auch ausweichen.
 Nicht ganz einfach, aber ein wirklich wunderschönes Winter-Wonder-Land erwartete uns danach:



Der Schnee lag schon bis zu 60 cm hoch. Meine Jeans war danach etwas durchfeuchtet auf Schuhhöhe.



Ein kleinerer See neben dem Lake Goldie.




Lake Goldie mit seinen steinigen Ufern eingefasst von riesigen Tannen und Nadelgewächsen, wunderschön!!!





Stephan und Björn am Lake Goldi



 Wir haben dann noch einen Schneemann gebaut, es war einfach zu verlockend, der ganze tolle Schnee und die ganzen hilfreichen Sachen, die da rumliegen.


 Ist der nicht toll geworden??? Er hat sogar Augenbrauen und einen Bart.
Wir sind dann an der Three Peaks Logde auf dem Mt. Seymour rausgekommen, leider war es schon recht spät und unser Plan war, den Weg zurück auf der Strasse zu laufen. Aber glücklicherweise war dort oben ein Pärchen mit Hund und Audi A4 (oder so) Kombi. Anna hat die beiden gefragt, ob die uns vielleicht mit den Berg runternehmen könnten, denn der Weg mit dem Auto dauert schon 30 min. Kate und Alan(?, ich hab ein schlechtes Namensgedächtnis) haben uns dann ganz lieb mit runtergenommen, Hund kam in Kofferraum. Super lieb die beiden! Dabei haben wir dann nämlich auch von der Parade of the lost souls erfahren. 
Als wir unten angekommen waren, sind wir mit dem Bus zurück zum Hostel gefahren und haben uns erstmal bei Vera's einen Burger genehmigt. Das tat richtig gut!!!


Donnerstag, 1. November 2012

In Vancouver leben

Hallöchen aus Vancouver!

Die Reiseführer schreiben oft, es ist schwer in Vancouver keinen Sport zu machen und man versteht schnell warum. Der Stanley Park und die Strandwege der English Bay und des Sunset Beach laden
zum Joggen und Biken ein, hier besteht übrigens eine Helmpflicht! fürs Biken!
Im Aquatic Center kann man für 6 $, (4,63 Euro) ins Fitnessstudio gehen und die Schwimmhalle sowie die Sauna und den Whirlpool nutzen, den ganzen Tag lang. Mit eienr 10er Karte zahlst du sogar nur 4,99 $ (3,85 Euro). Stellt euch das mal in Deutschland vor! Außerdem werden in der Schwimmhalle viele Schwimmstunden angeboten, für Erwachsene und Kinder. Man kann montags, mittwochs und freitags den Kindern beim Turmspringen zuschauen. Es sieht einfach großartig aus, wenn die kleinen 8-jährigen Jungs und Mädchen von 3; 5; 7,5 oder 10m einen doppelten Saltoschraube rückwärts machen und das machen die wirklich!!!

Mitgliedschaften in Boxclubs oder Kampfsportstudios sind etwas teurer und starten bei 90 $ (70 Euro) pro Monat.

Vancouver ist eine tolle Stadt, wie ihr auf den Fotos bereits bewundern durftet. Ich mag es hier sehr. Die Leute sind sehr nett und hilfsbereit, man sieht überall in der Stadt einen Baum stehen, egal wo man ist, es ist eine sehr saubere Stadt. Allerdings spielt das Wetter nicht immer so mit, wie man es gerne hätte und der Wetterbericht ist leider nicht immer verlässlich. Am Besten ist man mit Gummistiefeln, einem Regenmantel und einem Regenschirm gerüstet. Das werden auch meine nächsten Anschaffungen werden.

Gestern war Halloween, ein Erlebnis für sich. Ich finde das total toll, alle verkleiden sich, auch die Fernsehwetter- und Verkehrsfeen haben sich als Hexe und Vogelscheuche verkleidet. Ich habe ein paar Legomenschen gesehen, Fred Feuerstein hat seine Keule geschwungen, es war großartig. So viele verschiedene Kostüme, einfach toll.
Ich war am Wochenende unterwegs mit den Jungs und wir waren auf der Parade of Lost Souls. Freiwillige bauen einen Industriestrassenzug um in ein Schauerschreckenland, absolut geil. Da waren Lichtinstallationen, riesige Spinnennetze, Geister, die auf Stelzen rumgelaufen sind, eine Outdoorgruseldancedisco und eine Gruppe die zu Thriller von Michael Jackson getanzt hat. Sooooo genial!!! Das gibt es nur in Vancouver!

Danach sind wir noch zu einer Hausparty gegangen. Kennt ihr die amerikanischen Teeniefilme und -serien, wo eine Party gefeiert wird und das ganze Haus vollgestopft ist mit Leuten? Da waren wir. Es war genau so, wie in jedem Teeniemovie, coole Musik, geniale Kostüme, leider kamen wir erst an als das Bier alle war. Nach 1,5h wollten wir dann weiter zur nächsten Party, haben auf dem Weg aber festgestellt, dass wir zu müde sind. Wir haben uns für eine weitere Stunde bei Tim Hortens reingesetzt, was gegessen und waren um 5 Uhr morgens wieder im Hostel. Geiler Abend.

Ab heute habe ich eine neue Bleibe, ich habe mir ein geteiltes Zimmer gemietet, heißt in dem Zimmer steht ein Etagenbett und ich muss es mir mit einer anderen Person teilen, aber dafür zahl ich nur 380 $ im Monat und das in Downtown!!! Wir werden sehen, wie es ist, dort zu wohnen. Ich ziehe Samstag um, ist stressfreier.Ich werde berichten wie es dort ist.

Tut mir leid, dass in diesem Post keine Bilder und so viel Text ist, Bilder reiche ich nach! Ich war übrigens ein Farmer zu Halloween...
Wie habt ihr Halloween verbracht???

Viele liebe Grüße aus Vancouver

Montag, 22. Oktober 2012

Hallöchen aus Vancouver,

die letzen anderthalb bis zwei Wochen verliefen ruhig mit ein bisschen Sightseeing und ein paar Jobinterviews, die allerdings noch keine Rückmeldung haben verlauten lassen. Also weiter warten, aber ich erzähl euch lieber von den interessanteren Sightseeing-Touren.

Ich war mit einem Mitreisenden von unserer Work and Holiday-Gruppe, dem guten Björn, im Stanley Park und im dortigen Aquarium unterwegs. Der Stanley Park ist ungefähr so groß wie Downtown und großartig angelegt. Wenn man mittendrin auf einem Trampelpfad ist, kommt man sich vor wie in Jurassic Parc oder irgendwo im Regenwald. Auf jeden Fall vermutet man nicht, dass man nach einem Kilometer wieder auf eine stark befahrene Strasse treffen könnte. Es gibt dort viel zu sehen, wenn man aussen herum geht, sieht man Downtown, North Vancouver und einen kleinen Teil von Kitsilano immer mal wieder aus einem anderen Blickwinkel und dann mit den riesigen Bergen im Hintergrund, einfach toll.




Im Stanley Parc sind riesige uralte Bäume, größtenteils schon abgestorben, aber ein paar tragen noch Blätter und sehen sehr gesund aus. Hier ein kleiner Eindruck, wie groß diese Bäume sind.


Und wie man an der Vegetation im Hintergrund erkennt, sehr wild und ursprünglich, und das ganze wenige Minuten von Downtown entfernt. Umwerfend!

 Danach sind wir ins Aquarium. Wir hatten sofort einen Plan: 
1. etwas essen, weil wir beide echt hungrig waren;
2. Delphin Show


 Dann ins 4D-Kino, es lief "The Great Salmon Run", sehr cool, mit Gerüchen, Gewackel, Wasser und einem kleinen Rückenstupser. Tolle Show, sehr verständlich erklärt und tolle Bilder.

Danach haben wir uns die Belugashow angesehen, aber die Bilder sind nicht so toll geworden. Die Belugas waren auch sehr interessant, die können mit ihrem Fetthöcker auf der Stirn schwabbeln. Hört sich komisch an, sieht lustig aus.

Dann haben wir das Aquarium näher erkundet: es gab ein Haibecken, Corallen, Clownfische und ein Amazonas-Wanderweg. Grossartig angelegt, mit vielen exotischen Tieren, wie z.B. diesen Papageien.


 Oder diesem wunderschönen blauen Schmetterling, der ungefähr so groß wie die gestreckte Hand war. Nicht so klein, wie unsere süßen deutschen Schmetterlinge.

 Man hat aber auch ein Faultier und kleine Äffchen gesehen. Richtig schön gemacht. Nach dem Wanderweg, konnten wir einen Blick auf die giftigen Repräsentanten des Amazonas werfen, Vogelspinnen und Tausendfüssler und natürlich gab es noch viel mehr Fische!!!

Zum Schluss geht man dann noch in den Andenkenladen, wo wir folgendes Bild geschossen haben:

Ja, das Aquarium legt sehr viel Wert auf Recycling, da wird alles verwertet... Es wurde uns mehrmals gesagt, dass das Aquarium eine uneigennützige Organisation ist, die alle Einnahmen direkt in den Artenschutz und die Erforschung seltener Tierarten steckt. Da gibt man gerne einen Dollar mehr für einen Veggieburger aus, der auch echt lecker war.

Kanada ist sowieso ein sehr ökologisch denkendes Land. Man hat viele Möglichekiten seinen Müll zu recyclen. Der Strom ist günstig, da Kanada den sogar exportiert. Die Leute sind hier freundlich und hilfsbereit. Es ist grossartig hier zu sein!

Freitag, 12. Oktober 2012

Die erste Woche nach dem Workshop

Hello everyone,

das Abenteuer geht weiter, aber leider bleibt es im Moment nicht spannend. Wir sind alle gerade am runterkommen, planen und weiterreisen. Es passiert nicht viel, man tauscht Informationen mit den Leuten aus, ob sie einen Job gefunden haben, wie sie einen Job gefunden haben, wo sie noch hinfahren, was sie schon erlebt haben. Das bezieht man dann auch noch gerne in seine Abenteuer und Planungen mit ein.

Aber starten wir mal lieber von Anfang an.
Also nach dem Workshop sind wir in das HI Downtown umgezogen, da es dort schöner und besser ausgestattet ist. Da wir nun die Möglichkeit haben zu Kochen, sind wir erstmal einkaufen gegangen, um auch Sachen kochen zu können und wir haben uns entschieden zusammen zu kochen. Die nächsten beiden Tage gab es Nudeln mit Bolognese, sehe lecker!!


Am Wochenende sind wir nochmal an den Sunset Beach und haben ein paar Bilder von dem wunderschönen Sonnenuntergang gemacht.

Später sind wir dann mit Annis Auto durch den Stanley Park gefahren. Auch eine wunderschöne Gegend, muss ich nur noch ein bisschen besser erkunden.

In den nächsten Tagen schreiben wir viele Bewerbungen und hängen im Hostel rum, kochen zusammen und reden viel.
Am Dienstag machen wir eine Sightseeing-Tour vom Hostel aus mit Eric, dem Dänen. Er lebt seit 50 Jahren in Vancouver, ist mittlerweile im Ruhestand und bietet Dienstags und Freitags Touren an freiwillig ohne Bezahlung, für das Hostel. Wir nehmen die Dienstagstour zum LynnenCanyon.
Es fängt an mit ein bisschen Sightseeing in der Stadt, Eric hat ein großes Fachwissen, er macht diese Tour seit 18 Jahren und hatte ca 18000 Besucher und man sieht ihm an, er ist stolz drauf.
Wir gehen zum Community Garden und zum Court Yard.
Das "Amtsgericht" in Vancouver ist der Hammer!!! Wir durften leider keine Bilder machen, da es einmal einen Promiskandal gegeben hat. Man stelle sich die Gärten der Semiramis vor unter einer riesigen Glassplatte. Absolut krass.

Dann sind wir über die Art Gallery und die Schlittschuhbahn zu einem Gebäude gegangen, wo ein riesiges Pendel hin und her schwingt.

Ein letzter Stopp bei einem Sandwichladen bevor wir in den Wald fahren. Die Fahrt dauert 45 min und geht über die Ironworkers Memorial Bridge von der man einen fantastischen Ausblick über die Stadt hat. Im Wald angekommen geht es einen Trampelfahrt entlang den kleinen Hügel hoch. Hier und da gibt Eric ein paar Erklärungen. Der Weg führt weiter zu ein paar Treppen (300 Stufen). Diese führen zu einer Lichtung, durch die ein Fluss führt. Im Flussbett liegen riesige mannshohe Steine und eine Art kleine Lagune, diese schillert smaragdfarben in der Sonne. Ein paar Furchtlose in unserer Gruppe haben gefragt, ob man dort ins Wasser springen könnte. Eric sagte, ja, das machen auch öfter welche, aber das Wasser hat das ganze Jahr hindurch eine Temperatur von ca vier bis sieben Grad Celsius. Reinspringen daher nur für Hartgesottene.


Nach einer 30min Mittagspause ging es weiter. Durch den wunderschönen "Märchenwald" über eine Hängebrücke. Es ging 40 m in die Tiefe und sie wackelte, aber es war mal wieder wunderschön!! (Langsam muss ich mir ein neues Wort dafür ausdenken.)

Wir fuhren mit dem Bus zur Fähre und mit der Fähre übers Wasser auf die Südseite, dann mit der Skytrain nach Downtown. Dort haben wir Chinatown besichtigt. Hier ist Chinatown viel eindrucksvoller als in New York. Man hat ein großes chinesisches Tor am Eingang, die Laternen haben goldene Drachen oben auf und überall werden chinesische Spezialitäten angeboten. Die Chinesen sind stark mit der Geschichte Vancouvers verwoben. Dazu hat uns Eric auch noch viel erzählt. Wir sind durch den Dr. Sun Yat-sen Common Garden gegangen, es ist ein riesiger Teich in der Mitte mit Kois und Schildkröten. Am Rand wächst Bambus und man denkt, man könnte direkt in China sein.
Nach Chinatown ging es zur Puplic Library. Die sieht aus wie die Akropolis in Athen. Ein tolles Bauwerk. Mir persönlich war es ein bisschen unangenehm dadurch zu laufen, während die ganzen Studenten versuchen, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Und langsam wurde ich grumpfig, denn ich hatte einen Mordskohldampf!!!! (Schwesterchen, du weißt wie ich dann bin) Aber schneller als erwartet saßen wir im Bus zurück zum Hostel und konnten dort endlich was essen. Es war ein spannender und aufregender Tag, Dank, Eric, dem Dänen!!!
 

Die nächsten Tage waren eher unspannend. Wir sind nur im Hostel gewesen, haben uns um Jobs bemüht und gequatscht.

Viele Grüße an die Heimat!!!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Der Einführungsworkshop

Wir sind also in unserem Hostel HI Central in Downtown Vancouver angekommen, und was schrieb ich noch im letzten Post? Runterkommen, schlafen?? Keine Spur, ich hab zwei Stunden geschlafen und den Rest der Nacht rumgelegen und alle zwei Stunden auf Klo gegangen.
Am nächsten Morgen 8Uhr Frühstück, Bagels, Toast, Muffins, aber ich konnte nicht viel essen, die Nervosität steckt mir weiter in den Knochen, also hab ich mir einen Teil des Frühstücks einfach mitgenommen.
Um 9:30 Uhr werden wir abgeholt für den Workshop, bloß nicht den Passport und die Adresse des Büros vergessen, sehr wichtig!!!!
10 min Fussweg dann sind wir im HI Downtown Hostel. Wir kriegen eine Powerpointpräsentation wie man in Canada lebt, wohnt, wie man Arbeit findet, wie man reist und vieles mehr.

In der Mittagspause haben Anni und ich die grossartige Idee zwei Blocks runter zum Strand zu gehen, dem Sunset beach. Der hat seinen Namen verdient.





Es ist wunderschön, du stehst am Strand, hinter dir die Grossstadt, vor die Weite des Meeres und rechts ragen die Berge aus dem Meer hervor. Man sagt, man kann in Vancouver morgens Ski fahren und nachmittags zum Strand und es stimmt.

Nach der Mittagsstunde hören wir noch einen Vortrag von Moose Travel und beantragen unseren Bank account bei der Bank of Montreal. Warum grinsten die beiden Herren eigentlich so heimtückisch als sie das Zimmer verliessen???
Aber wir haben wirklich gute Konditionen bekommen für die ersten sechs Monate, danach schauen wir mal. Abends sind wir dann noch ein wenig in der Stadt rumgewandert um die Umgebung zu erkunden.
Schlafen war in dieser Nacht etwas besser, ich hab wahrscheinlich vier Stunden geschlafen. Das liegt wohl noch an der Zeitumstellung. Egal, nächsten Morgen wieder Programm. Frühstück, essen geht auch ein bisschen besser.
9:30 Uhr zweiter Teil des Workshop. Wir beantragen die SIN - Social Insurance Number. Was in Canada alles echt einfach ist: du zeigst deinen Passport vor, wirst dann von einem weiteren Mitarbeiter aufgerufen, der fragt dich nach dem Mädchennamen deiner Mutter und deinem Geburtsort und dann kriegst du einen Schrieb mit, wo die SIN draufsteht. Zur Sicherheit wird sie dir dann nochmal per Post zugesendet, bzw an das Partnerbüro der Organisation.

Formalitäten wie Bank account und SIN sind hier richtig einfach abzuwickeln. Mit diesen beiden wichtigen Instrumenten ausgestattet, dürfen wir uns in die Arbeitswelt stürzen.
Nach einem halben Tag waren wir fertig und durften unserer Wege gehen. Also noch ein wenig die Stadt erkunden.
Wir starteten in einem Fido-Store. Fido ist ein Anbieter für Handyverträge und Perpaid. Canada hat leider keine einfachen Handyverträge oder Prepaidangebote für WorknTraveller. Sobald man ein Gebiet verlässt wird es wieder teurer, da man dann wieder den Zusatz Long Distance zahlen muss,.
Obwohl ich heute acht tage hier bin, bin ich mir immer noch nicht sicher was ich nehmen soll. Aber Fido ist wohl für uns doch der beste Anbieter. Also bleiben wir da doch!

Danach nochmal die Drugstores der Umgebung erkunden und feststellen, dass die nicht günstig sind. Canada ist essenstechnisch leider eh kein kostengünstiges Land. Aber wir sind ja in einem Hostel untergebracht, da trifft man andere Leute, die sich zu helfen wissen und die ihre Tips gerne teilen. No frills ist so ein Tip. Der Grocery market um die Ecke ein weiterer. Die Drugstores bieten ihre Nahrungsmittel eben teurer an, da sie es sich leisten können. Sie stechen sofort ins Auge und man denkt einen Supermarkt gefunden zu haben.
 Nach einer weiteren Nacht im HI Central zogen dann acht von unserer Gruppe weiter ins HI Downtown. Hier gibt es eine richtige Industrieküche mit acht Herdplatten und einen grossen Essensraum. Viel besser ausgestattet, leiser, bessere Lage und freundlicher. Definitiv die bessere Wahl zum gleichen Preis.

Das war der Einführungsworkshop. Sehr hilfreich!

Der Hinflug

Hallöchen meine Lieben,

ich hab mich jetzt doch entschieden einen Blog zu machen, damit ihr mir ein bisschen auf den Fersen bleiben könnt, vorausgesetzt ich schaffe es regelmäßig zu posten.

Bisher sind wir gut angekommen, die erste Woche Vancouver ist vorbei und die Aufregung und Nervosität gegenüber dem Unbekannten hat sich langsam gelegt. Ein bisschen Sightseeing haben wir auch schon gemacht und es lässt sich feststellen, Vancouver ist wunderschön!!!

Aber starten wir am Anfang. Erste Station: Meine Schwester. Dort wurde ich am 2.10. noch schön wachgehalten, damit ich am nächsten Tag im Flugzeug schlafen kann. Es gab ein Wunschabschiedsessen Zucchini alla carbonara (sehr zu empfehlen) und ein Abschiedskuchen Marmormuffins mit Käsekuchenfüllung (ich hoffe, das ist der richtige Name, Schwesterherz.)

Es wurde noch ein wenig gespielt, der Rucksack wurde gepackt und ein paar Sachen wurden aussortiert und ab ins Bett. Ich glaub ich hab 4 Stunden geschlafen, aber dafür tief und fest.
Der nächste Morgen verging wie im Flug, um 5 Uhr aufstehen und frühstücken, dann fertig machen und ab ins Auto. Fahrt zum Flughafen. Nervosität wächst!
Am Flughafen erstmal das Gepäck loswerden, ein bisschen schnacken, Fotos machen und so langsam aber sicher verabschieden, Flug geht um 10:15Uhr nach Frankfurt. Es fliessen ein paar Tränchen, ich hab einen Klos im Hals: Jetzt geht es wirklich los, aber was soll ich denn da? Die ersten Zweifel kommen auf.
Aber keine Zeit um Nachdenken, das Boarding geht los. Kurz davor treff ich noch eine Mitreisende, Anni. Wir sitzen nicht nebeneinander, aber in Frankfurt werden erstmal sämtliche Unsicherheiten weggeredet.
Ankunft Frankfurt 11Uhr. Um 13.10 Uhr geht der Flug nach Vancouver. Wir laufen schnurstrags zum richtigen Gate und dort stehen schon alle an um in den Wartebereich gelassen zu werden. Wir gehen gleich rein. Dann gehts mit dem Bus über den gesamten Flughafen zum allerletzten Flugzeug. Ein riesen Teil, auf jeder Seite zwei Fensterreihen und in der Mitte nochmal vier Reihen. Ich konnte mir beim Einchecken keinen Fensterplatz aussuchen, aber glücklicherweise hat es mein Sitznachbar wohl nicht rechtzeitig geschafft, daher hab ich die letzte Reihe am Fenster für mich!!!

Das Flugzeug startet und bricht durch die Wolkendecke, ich sitze auf der Schattenseite, aber wie sich später herausstellt, habe ich einen wunderschönen Ausblick! Doch zuerst kommt das Essen. Die Stewardess beugt sich zu mir runter und sagt: Wir haben für die Economy Class zu wenig essen mit, daher erhalten Sie Essen aus der Business Class. Darf es Hühnchen oder vegetarisch sein? Ich erhielt folgendes:

 Die Schrimps habe ich nicht gegesen, aber die Algennudeln oder was auch immer es war, schmeckten echt gut.
 Der Kuchen war auch sehr lecker und das Brötchen mit ein bisschen Butter und lecker Camembert. Die Aufregung legt sich.
 Nach dem Essen schau ich mal ein bisschen raus, Fernsehprogramm war nicht sooo toll, aber es lief Madagascar 3. Sonntag erst Premiere in Deutschland, Mittwoch schon auf dem Flug nach Vancouver.
Der Ausblick war wunderschön, leider kann meine Kamera das nicht ganz so toll wiedergeben.

Bei diesem Bild fangen die ersten Eisschollen an sich zu bilden, kurz danach fliegen wir über Grönland. Es ragen rot glühende Berge aus dem Meer, die von der Sonne beschienen werden. Die ersten kleinen Turbulenzen fangen an als wir das Festland Grönlands erreichen, unter uns werden die Berge langsam weiß.



 Dann kommen die Wolken und man sieht leider nicht mehr soviel. Ich versuche zu schlafen, klappt aber nur für eine Stunde. Ich versuche nach Aufforderung meiner Schwester viel zu trinken, was mir auch gut gelingt. Später setz ich mich zu zwei anderen Mitreisenden, Anni und Björn und schnack ein bisschen. Die Zeit vergeht echt schnell.
Wir erreichen unter uns wieder Festland und die Wolken lösen sich auf. Erste Blicke auf Canada, man sieht nur Landschaft, unendliche Weite, kein Zeichen menschlicher Zivilisation. Das bleibt für die nächsten 2,5 h auch so. Man bekommt ein Gefühl dafür wie groß dieses Land ist. 1,5 h Flugzeit stehen uns ja schließlich noch bevor. Die zweite Mahlzeit kommt, ich werde leider nicht wieder gefragt, ob ich Essen aus der Business Class möchte. Es gibt Pasta oder Hänchenfilet. Ich nehm das Hähnchenfilet, es war ok, aber Pasta wäre wohl besser gewesen.
Egal, der Anflug auf Vancouver beginnt, ich bin Mitten im Film " Deutschland von oben". Die Anzeichen für Zivilisation werden größer: mal ein gerader Strich in der Landschaft, mal ein kleiner Punkt, der nicht von Natur aus so quadratisch und weiß sein kann. Aber die Zeichen mehren sich. Wir fliegen über den Rocky Mountains, es liegt schon vereinzelt Schnee auf den Bergspitzen.




Dann öffnet sich die Bergkette, wir sehen den Ozean, der Pilot fliegt eine Kurve und am Flughafen vorbei, wir werfen einen ersten Blick auf Vancouver, auf Downtown, den Stanleypark und den Flughafen. Es ist ein riesiges Gebiet. Viele Wasserarme ragen in die Stadt auf denen Holz für die Holzindustrie transportiert wird. Wir drehen um und fliegen nun im Sinkflug auf den Airport zu. Die Stadt kommt noch näher, der Stanleypark ist fast so groß wie Downtown, dort werden wir für die nächsten drei Nächte mindestens wohnen.

Die Landung verläuft ohne Probleme, wir fahren 6 min mit dem Flugzeug zum richtigen Gate, bis wir aufstehen und aussteigen dürfen. Die Work n Traveller finden sich schnell zusammen und beratschlagen, was nun zu tun sei. Nebenbei gehen wir  an einem riesigen Brunnen entlang, da drüber hängen Schnitzereien und Malereien der Ureinwohner. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.
Gepackausgabe und Visa sind kein Problem. Dann treffen wir Zara und Jenny am Ausgang, sie bringen uns mit der Skytrain zu unserem Hostel HI Central an der Gransville Street. Erstmal einrichten, Schlafen und runterkommen...