Mittwoch, 30. Januar 2013

Still alive

Hallöchen,

ich bitte vielmals um Entschuldigung für die sehr lange Wartezeit, die ich euch bereitet habe. Ich lebe noch und mir geht es gut. Ich war einfach die letzten beiden Monate ein wenig faul... oder, was ich auch gerne als Ausrede benutze, homesick (Heimweh).

Ich war zwar zu faul zu bloggen, habe aber trotzdem was gemacht. Zum Beispiel war ich mit Freunden in Seattle, auf dem German Christmas Market in Vancouver, zu Weihnachten in Oswego, Upstate New York, Charlie war hier, wir waren Ski fahren, dann war er wieder weg, dann hatte ich Heimweh und dann war ich am Kitsilano beach, bei IKEA, auf Bowen Island und ich versuch grad für meine Kollegen aus dem Schleswiger Kino ein kleines Video oder eine Powerpointpräsentation über meine Arbeit am 5th Avenue Cinema zu machen, wo ich momentan arbeite.
Also wie ihr seht, ich war nicht ganz untätig. Und damit ihr mehr zu lesen habt und das zu lesende auch in appetitliche Häppchen verpackt ist, werde ich das ganze mal in die Monate aufteilen, in denen das jeweilige passiert ist.
Starten wir mit dem restlichen November:

Seattle


Ich bin mit meinen mittlerweile guten Freunden, Björn und Anna, und ehrlich gesagt Lebensrettern in Sachen Heimweh nach Seattle gefahren. Die Reise startete an der Pacific Central Station in Vancouver mit einem der berühmten Greyhound-Busse.

 Der Busfahrer war ziemlich cool und hat uns auf sehr lustige Art und Weise die Regeln in einem Greyhound näher gebracht. Zum Beispiel soll man die Schuhe anbehalten, den Gestank will er nicht im Bus haben. Sonst fährt er nicht weiter. Cooler Typ.
Die Grenzüberquerung lief ohne Probleme, keiner blieb stecken. Es kann nämlich passieren, dass du einfach an der Grenze zurück gelassen wirst, wenn du nicht in die USA einreisen darfst.
Die weitere Fahrt war ok, die Autos werden ein bisschen grösser, die Menschen ein wenig breiter, die Landschaft weiter. Nach ca vier oder fünf Stunden sind wir dann in Seattle angekommen. Wir sind mit dem nächsten Bus, den unser Guide Björn ausgerufen hat, zum Hostel gefahren. Björn hat unser Ankommen in Seattle vorgeplant und sich Notizen gemacht, daher war er der Guide der Stunde.
Im Hostel angekommen, erstmal Betten verteilen, Sachen ablegen und neu packen für die bevorstehende Stadterkundung. Was wir gefunden haben, war schon ziemlich cool. Wir wollten zum Hafen und dort am Ufer spazieren gehen, ging aber nicht, weil da Bauarbeiten waren und dadrüber ein Highway. Ziemlich laut und nicht besonders schön. Daher sind wir dann an einer Ecke abgebogen und standen auf einmal vor einem Imbiss, genannt: " The Berliner Döner Kebap".


Ich hätte fast auf deutsch bestellt, aber die Damen und Herren hinter der Theke waren Asiaten und haben uns erzählt, dass der Besitzer ein Deutscher ist, die Leute im Laden aber kein Deutsch sprechen. Wir haben dann einen Döner gegessen und der war so lecker!!!! Also, ich möchte fast sagen, dass war der beste Döner, den ich je gegessen habe. Auch die Speisekarte war grossartig, mit dem Kreuzberg Döner und anderen Berliner Spezialitäten-Namen. Toll gemacht.
Wir fanden noch ein weiteres Cafe, welches wir aber nicht besucht haben, auch wieder mit deutschem Einfluss: Das Zeitgeist Cafe

Das Viertel, in dem wir unterwegs waren, war sehr schön. Tolle Architektur, viele Backsteinbauten, viele ungewöhnliche Häuser und viele Kunstgalerien und kleine nette Cafes.
Wir haben noch ein tolles Schokoladengeschäft entdeckt, mit grossartiger Deko:

Wir haben uns dann auf den Weg zur Space Needle gemacht, am Pike Place Market und am Hard RockCafe vorbei, quer durch die Stadt bis wir endlich davor standen:

Der Herr neben mir ist übrigens Björn. Die Space Needle ist riesig, allerdings nicht das grösste Gebäude, aber die Aussicht ist grossartig. Hier ein Beispiel:


Wir waren zum perfekten Zeitpunkt da und hatten daher die Möglichkeit Tag- und Nachtbilder zu machen. Man konnte dort oben natürlich auch einen Starbucks finden. Ich glaub, ich habs schonmal erwähnt, es gibt in den Grossstädten überall Starbucks, jeden Block, jede Ecke, überall. Du kommst einfach nicht an Starbucks vorbei.

 Hier noch ein schönes Bild
von uns dreien von der Space Needle:







Auf dem Rückweg sind wir noch an Macys vorbeigekommen, haben uns dort ein wenig umgeschaut und da ich hier gelernt habe, bestimmte Ortschaften aufzusuchen,wenn ich die Chance habe, nicht nur wenn ich muss, habe ich die Örtlichkeiten in Macys aufgesucht und war ein wenig erschlagen von der Grösse einer Damentoilette:

 Abgebildet ist nur der Waschbereich, dahinter gehts noch mal so 8 Meter zu den einzelnen sehr geräumigen Einzeltoiletten. Da fühlt man sich wirklich als König Kunde!

Nach dem ich auch dies erforscht hatte und wir genug in Macys gesehen hatten, sind wir in einen Pub und haben den Tag mit viel gerede ausklingen lassen. Wieder zurück im Hostel haben wir uns für den nächsten Tag beraten. Was wollen wir tun, was können wir tun, etc. Wir haben uns entschieden eine der kostenlosen Stadtführungen mitzumachen. Diese hat uns über den Pike Place Market 


und die Pike Brewery (Schöne Grüsse, Oliver, wie ist das Bier?) an den Hafen geführt. Wir haben viel gelernt über die Geschichte Seattles. Allerdings hab ich den Hafenteil ein wenig verpasst, weil ich mein Ticket für verschiedene Touristenattraktionen im Hostel habe liegen lassen und deswegen eine Joggingeinheit eingeschmissen habe. Wir haben uns dann pünktlich am Schiff getroffen und konnten ablegen. 
Von der Wasserseite sieht man die Skyline Seattles, hier wurde auch wieder viel erzählt über die Geschichte verschiedener Häuser und Bauten und wie effizient die neuen Hafenkräne sind und wie schnell sie ein Schiff entladen können. Ich meine, es waren 2 Stunden im Gegensatz zu mehreren Tagen Arbeit. Ich hab momentan leider kein Foto vorliegen, vielleicht, krieg ich ja eins von Björn oder Anna, dann pack ich das dazu. Vom Rennen war mir nämlich ein bisschen schlecht, und danach auf dem Schiff, da half nur essen... Half gut, nach der Minikreuzfahrt war ich fit für neue Abenteuer.

Wir sind im HardRockCafe shoppen und essen gewesen. Also der Kellner war spitzen klasse und das Essen grossartig und der Nachtisch... war ziemlich schnell verputzt...

Anschliessend haben wir uns noch ein Bierchen in der Pike Brewery gegönnt, naja, ich hatte einen Cider. Ich mag halt einfach kein Bier.

 Ich bin Cider-Trinker und das ist auch gut so.

 Am nächsten Tag hatten wir viel vor und wenig Zeit, wir wollten eigentlich zum Pacific-Science-Center und zwei andere Museen besuchen, die wir aber zeitlich nicht mehr hingekriegt haben. Aber wie man sieht war das Science-Center gross....artig.
 
Man konnte alles ausprobieren und viel lernen, wir haben uns im IMAX-Kino einen Film über den Rocky-Mountaineer angesehen. Der Film handelte vom Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Rocky Mountains damit British Columbia mit dem Rest Canadas verbunden werden konnte. Es sind natürlich viele Menschen gestorben beim Versuch dieses Vorhaben umzusetzen. Es war ein toller Film, zumindest das was ich gesehen habe. Ich hab nämlich in Seattle nicht so gut geschlafen und bin daher im Film eingeschlafen... Björn war entsetzt, wie man bei diesem Film hätte einschlafen können. Ich konnte ihm das auch nicht erklären ;-) Aber das was ich gesehen hab war sehr interessant, tolle Bilder. 

Nach dem Science-Center haben wir uns auf den Weg zum Hostel gemacht, um unsere Sachen abzuholen, und sind dann mit dem guten Greyhound nach Hause gefahren. 

Seattle ist eine tolle Stadt, aber um ehrlich zu sein, an Vancouver kommt in Nordamerika bisher nix ran.

So, ich hoffe, Dezember und Januar krieg ich morgen oder in den nächsten Wochen hin. Muss ja ein bisschen arbeiten nebenbei um mein Leben hier zu finanzieren, Vancouver ist zwar schön, aber auch schön teuer. 
Viele Grüsse gen Heimat und bis bald...

3 Kommentare:

  1. Nicht sauer sein, dass ich deine Überschrift geklaut hab. Hatte nochmal in deinen Blog geschaut und irgendwie passte das auch schon auf meinen Blog.
    Deine Fotos sind schön! Und den Nachtisch hätt ich auch gern!!!
    Schöne Woche dir,
    Tine

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  2. Ach, und das mit dem London Cheesecake geht klar, falls du dich bis dahin nicht noch dreimal umentscheidest!! :-)

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  3. Sag mal, bei dir geht es ja noch langsamer voran als bei mir!
    Ich will was sehen hier! :-)
    Drück dich!

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